Politik


Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass der nächste Linguistiker-Beitrag den Umzug des Blogs auf einen neuen Server und eine neue Domain zum Inhalt haben sollte. Aber aus aktuellem Anlass, doch noch etwas inhaltliches. Heute veröffentlichte netzpolitik.org unter der Überschrift Verleger: Leistungsschutzrecht soll Sprache monopolisieren ein paar Auszüge aus einem anonym zugesendeten Rundschreiben von BDZV (Bundesverband der Zeitungsverleger) und VDZ (Verband deutscher Zeitschriftenverleger) an die „Mitglieder des Arbeitskreis Leistungsschutzrecht“ vom 16.6. Da alle Beiträge auf netzpolitik.org unter einer CC-NC-Lizenz stehen und mein eigener Blog nicht-kommerziell ist, nehme ich mir das Recht heraus, einen Auszug aus dem Papier hier wiederzugeben und zu kommentieren. Noch ein paar Worte zu den Hintergründen: BDZV und VDZ setzen sich seit einigen Monaten dafür ein, dass auch Verlage ein Leistungsschutzrecht bekommen, also eine Art GEMA für Printmedien. Diese Rechte sollen garantieren, dass die „Leistungen“, die der Träger des Schutzrechtes „erbringt“, gesondert geschützt werden. Solche Leistungsschutzrechte sind im Prinzip künstliche Beatmungssysteme für die Verwerter der Leistungen Anderer, die, da sie verpennt haben sich gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen, längst hätten ersticken sollen.

Ich beschränke mich auf den ersten Abschnitt. Markus Beckedahl überschrieb den netzpolitik.org-Artikel mit „Verleger-Leistungsschutzrecht soll Sprache monopolisieren“, aber stimmt das überhaupt? (mehr …)

Heute stieß ich bei meiner allmorgentlichen NewsFeed-Lese auf diesen recht treffenden Artikel in der Welt vom Leipziger Prorektor für Lehre und Studium, der entgegen den Angaben im Artikel nicht Wolfgang Flach sondern Wolfgang Fach heisst1. Im Artikel geht es um die Reform der Studienreform und wie man dabei gekonnt auf der Stelle tritt. Das im Artikel dargestellte widerspiegelt in etwa zum Teil meine Meinung, wenngleich die Rolle der Universtitäten und ihrer Angehörigen bei der mangelhaften Umsetzung des Bologna-Prozesses in der Darstellung etwas untergeht. Auch darauf werde ich später nochmal genauer zurückkommen.

Ach ja, allen Lesern noch beste Wünsche für das Jahr 2010.


1 Update: Der Name wurde inzwischen korrigiert.

Bei meinem allmorgentlichen Ritual, meine abonierten Newsfeeds zu lesen, stieß ich heute auf diesen interessanten Blogeintrag, der mich auf etwas zum Nachdenken anregte. Was ist es, was das Internet zu einem solch revolutionären Medium hat werden lassen, welches derzeit die ganze gesellschaftliche Ordnung umzubrechen scheint? Überlegen wir uns dazu, wie eine Welt ohne Internet ausgesehen haben könnte. Allzuweit zurückblicken müssen wir dazu nicht, es reicht, 20 Jahre in die Vergangenheit zu reisen, wie es der Autor im eingangs genannten Blog tat. (mehr …)

Bereits seit drei Wochen läuft eine e-Petition, die das Ziel hat, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich gemacht werden sollen. Ich finde dies sehr unterstützenswert und bitte Alle, die Petition mitzuzeichnen.

Neulich wurde ich, als ich mein Recht auf Datenschutz einforderte, zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass ich im Internet jetzt schon mehr sensible Daten von mir preisgebe, als ich es kontrollieren kann (Dank an Kathi für den Hinweis). Sowas könnte man ohne weiteres als Heuchelei bezeichnen, dazu stehe ich. Ich bin aber auch etwas erleichtert, dass ich nicht der einzige bin, dem das so geht. Auch die Datenschutzapostel von CCC et al. weisen mitunter solche Differenzierungen in ihrem Weltbild auf. Ganz aktuell in der Debatte um die Vorfälle im Rahmen der Freiheit-statt-Angst-Demo in Berlin letztes Wochenende. (mehr …)

Eine mehr oder weniger wichtige Frage im aktuell laufenden Bundestags-Wahlkampf ist die Frage nach der Einsetzbarkeit der Bundeswehr im Inneren. Ich persönlich plädiere für die Möglichkeit, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen, allerdings, wenn man „Inneres“ anders auslegt, als es die Volksvertretung sieht. (mehr …)

Letzten Sonntag war Landtagswahl in Sachsen. Um auf mein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf geheime Wahl zu verzichten: meine Zweitstimme ging an die Piratenpartei. Aber inzwischen bin ich nicht mal mehr traurig über den Umstand, dass ich diese Partei hierzulande nicht zur Bundestagswahl in ein paar Wochen wählen kann.

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