Kurz vermerkt


Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, hat gegen das Online-Portal zu Rechtsfragen im Internet iRights.info den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung erhoben, nachdem auf der Seite der bislang geheim gehaltene Entwurf für das Leistungsschutzgesetz für Presseverleger geleakt wurde.

Ich frage mich, ob diese Farce ein Vorgeschmack dessen wird, was eintritt, wenn der Gesetzentwurf erfolgreich durch die judikativen Instanzen marschiert ist. Und bei dem Einfluss, den große Verleger in der Politik immer noch haben, ist das alles andere als Schwarzmalerei. Leider.

(via)

Udo Vetter vom law blog meldete gestern, dass der Bundesrat laut einer Pressemitteilung einen Gesetzentwurf beim Bundestag eingereicht hat, mit dem Englisch als Gerichtssprache offiziell für zulässig erklärt werden soll (i.e., man soll vor einem deutschen Gericht zukünftig auch in englischer Sprache verhandeln können).

Ich sehe schon die Sprachnörglerfraktion auf die Barrikaden springen und freu mich auf ein paar Wochen voller Empörungen und Schwarzmalereien über den Zustand und die Zukunft der deutschen Sprache.

Heute stieß ich bei meiner allmorgentlichen NewsFeed-Lese auf diesen recht treffenden Artikel in der Welt vom Leipziger Prorektor für Lehre und Studium, der entgegen den Angaben im Artikel nicht Wolfgang Flach sondern Wolfgang Fach heisst1. Im Artikel geht es um die Reform der Studienreform und wie man dabei gekonnt auf der Stelle tritt. Das im Artikel dargestellte widerspiegelt in etwa zum Teil meine Meinung, wenngleich die Rolle der Universtitäten und ihrer Angehörigen bei der mangelhaften Umsetzung des Bologna-Prozesses in der Darstellung etwas untergeht. Auch darauf werde ich später nochmal genauer zurückkommen.

Ach ja, allen Lesern noch beste Wünsche für das Jahr 2010.


1 Update: Der Name wurde inzwischen korrigiert.

Gerade bemerkte ich, dass mein letzter Blogeintrag bereits mehr als einen Monat zurückliegt. Dies liegt hauptsächlich daran, dass ich gerade mir der Revision meiner BA-Arbeit beschäftigt bin. Wenn ich damit fertig bin, gibts hier auch eine kleine Zusammenfassung. In a nutshell geht es um (scheinbar) untreue Flexionsmarker und eine Möglichkeit, wie man theoretisch damit umgehen könnte. Wie gesagt, dazu später mehr.

Außerdem ist heute Heiliger Abend, der auftakt zu den Weihnachtsfeiertagen, welche mir – vorsichtig ausgedrückt – mit jedem Jahr mehr am Hintern vorbei gehen. Der familiären Tradition geschuldet werde ich dennoch heute in die Heimat aufbrechen um das Fest im Kreise meiner Familie zu verbringen. Interessant ist übrigens auch, dass man sich bei jedem „Fest der Liebe“ immer wieder vom neuen vornimmt, dass man sich nächstes Jahr an Weihnachten nicht zu streiten versuchen wird. Auch werde ich versuchen, die manchmal nervigen Kinder meiner Geschwister zu ertragen und mir meine Abscheu gegen Weihnachten und gezwungene Festtagsstimmung nicht allzu sehr anmerken zu lassen (mit der Zeit erreicht man eine gewisse Perfektion, was das angeht).

Wie dem auch sei, Ich wünsche allen, denen das Weihnachtsfest mehr bedeutet als mir, besinnliche Feiertage und einen reich gefüllten Gabentisch.

Bereits seit drei Wochen läuft eine e-Petition, die das Ziel hat, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich gemacht werden sollen. Ich finde dies sehr unterstützenswert und bitte Alle, die Petition mitzuzeichnen.

Hier ein sehr nett gemachtes Video zum Thema online-Stoppschild. Angucken und weitersagen!

In einem früheren Beitrag habe ich meine Stellung zum umstrittenen Zugangserschwerungsgesetz dargelegt. Eine der Befürchtungen, die mit dem Gesetzesentwurf verbunden sind, ist das Ausweiten der Sperren auf unliebsame Inhalte, wie etwa regierungskritische Journalistenseiten. Wie das im Kleinen aussehen könnte, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Österreich, wie heise online berichtet. Dort wurden die Seiten eines Journalisten, der sich kritisch mit dem österreichischen Justizministerium auseinandergesetzt hatte, kurzerhand für den Zugang von Rechnern des selbigen Ministeriums aus gesperrt.

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