Eben bin ich seit längerem mal wieder auf Denis‘ Blog gesurft und habe dort einen Verweis auf einen Wikipedia-Artikel mit dem schönen Namen „Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo“ gefunden. Dieses Konstrukt ist ein völlig grammatischer Satz des Englischen, bei dem der String Buffalo mal als Eigenname, mal als Nomen und mal als Verb verwendet wird.

Ein ähnliches Konstrukt aus dem Deutschen geistert mir schon länger im Kopf rum:

Ich glaube das, dass das „das“, das das „dass“, das das „das das“ einleitet, mit seinem Komplement einbettet, ein Relativpronomen ist.

Wie im obigen Beispiel „lebt“ dieser Satz von der Homonymie, also die Gleichlautung an sich unterschiedlicher Wörter. /das/ kann hierin als bestimmter Artikel, als Relativpronomen und als Komplementierer auftauchen, letzteres ist an der Schreibung mit ß/ss zu erkennen. Dies hören wir aber selbstverständlich nicht.

Wesentlich interessanter sind für mich derartige Fälle, bei denen das sich wiederholende Wort stets derselben Kategorie bleibt. Ein Beispiel dafür ist das Folgende:

Die die die die die die die Maus jagende Katze fressende Schlange verfolgende Frau küssende Mutter bevormundende Beamtin zum Inhalt habende Satzkonstruktion ist schwer zu verarbeiten.

Was hier passiert, nennt man gemeinhin Rekursion, also das wiederholte Einbetten einer Konstruktion in eine ähnlich geartete Konstruktion. Die Möglichkeiten zur Rekursion sind bestimmten Beschränkungen unterworfen. So ist es im Deutschen nicht möglich, mehrere Possessorphrasen ohne Präposition ineinanderzubetten, was im Englischen dagegen geht:

*Peters Mutters Vaters Auto geht nicht mehr.
?Das Auto von Peter seiner Mutter ihrem Vater geht nicht mehr.
?Das Auto vom Vater von Peters Mutter geht nicht mehr.
Peter’s mother’s vather’sfather’s car doesn’t work any more.

In manchen Sprachen gehen diese Beschränkungen so weit, dass man den Eindruck bekommen könnte, es gäbe überhaupt keine Rekursion in dieser Sprache. Ob das allerdings ein Grund ist, Rekursion als Eigenschaft natürlicher Sprachen generell in Frage zu stellen?

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