März 2009


In einem aktuellen SpON-Artikel steht:

Schließlich müssen Wissenschaftler überzeugen, sie müssen ihre Arbeit verkaufen[…]

Nun bin ich selbst noch nicht in Versuchung geraten, einen Antrag für ein Forschungsprojekt stellen zu müssen, aber: Warum das denn?!?

Google Ads sind nervig. Mitunter können sie aber auch sehr erheiternd wirken: Als ich mir gerade bei SpringerLink die Abstracts zum neu erschienenen Buch Cross-linguistic variation in differential subject marking von Helen De Hoop und Peter De Swart ansah, stach mir diese Anzeige von Google Ads ins Auge:

Google-Anzeigen
Antikörper
online finden und bestellen. Aus 160.000 Antikörpern auswählen.

Gerade eben sah ich auf youtube eine ARTE-Dokumentation über Kreationisten, ihrem Erfolg bei der Ausbreitung ihrer Lehren in Europa und ihrem ungleichen Kampf gegen die Vertreter der darwinistischen Evolutionstheorie1. (mehr …)

Gestern las ich im Onlineangebot der LVZ (Leipziger Volkszeitung) einen Artikel über die Laktoseintolleranz des Neandertalers. Wissenschaftler des „Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Biologie“ (Ich nehme an, dass das MPI-EVA oder besser das „Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie“ gemeint ist) haben demnach festgestellt, dass beim Neandertaler „Das entsprechende Gen, das zur Verdauung von Milchzucker notwendig ist, […] bei erwachsenen Neandertalern nicht mehr aktiv“ sei. Weiter, und für mich weitaus interessanter, heisst es:

Überraschend ähnlich zum modernen Menschen sei allerdings das beim Leipziger Neandertaler-Genom-Projekt festgestellte Gen FOXP2, das eine große Rolle für die Sprachfähigkeit spiele. „Es spricht also nichts dagegen, dass auch der Neandertaler sprechen konnte“, sagte der Leipziger Wissenschaftler [gemeint ist der Leipziger Biochemiker Johannes Krause] dem Bonner „General-Anzeiger“. Auch wenn der genetische Befund für ein Sprachvermögen stehe, sei es allerdings dennoch möglich, dass die Kultur der Neandertaler keine Sprache ausgebildet habe.

[Link und Kommentar von mir]

(mehr …)

Das Tolle an Leipzig ist, dass man hier als Leseratte sein Mekka findet. Einmal jährlich im März findet hier die Buchmesse statt, neben der in Frankfurt wohl eine der wichtigsten. Ganze siebeneinhalb Stunden laufen, sitzen, warten, reden, zuhören und auf alles freuen, was des Lesers Herz begehrt. Und das des Misanthropen, Philosophen, Musikliebhabers und natürlich Sprachwissenschaftlers in mir (Ach ja, das Lesen war natürlich auch ganz nett). Doch der Reihe nach. (mehr …)

Zu meinem täglichen Aufwachritual gehört das Lesen verschiedener Blogs und RSS-Feads. Eines davon ist das Online-Nachrichtenangebot der Tagesschau. Um die sonst eher trockenen Inhalte der Tagesschau etwas aufzulockern, gibt es dort eine Rubrik „Schlusslichter“, in welcher Kuriositäten und andere zum Schmunzeln anregende Themen dargestellt werden. Heute Morgen las ich jedoch etwas, was mich nicht unbedingt zum Lachen brachte: Schlusslicht: Mit dem Phrasenbuch zurück in die Zukunft. (mehr …)