Mitunter kann es vorkommen, dass man Sprache unüberlegt, emotionsgeladen oder unangebracht verwendet. Gerade, wenn man in öffentlichen Positionen, für die Öffentlichkeit oder in Bereichen tätig ist, in denen es auf korrekten und unverfänglichen Sprachgebrauch ankommt, sollte man sich für gewöhnlich genau überlegen, wie man das ein oder andere formuliert.

Man stelle sich nun vor, man erhält einen Brief von der Staatsanwaltschaft, nachdem man mit 180 Exemplaren einer bedrohten Schildkröten im Gepäck dem Zoll in die Hände gelaufen ist. In diesem wird man auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht, vorgeladen und man bekommt die obligatorische Rechtsbelehrung. Doch an Stelle der gebrauchsüblichen Floskeln steht da:

Dem angeschuldigten Arschloch ist ein Pflichtverteidiger zu bestellen

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