Eine seit langem anhaltende (und inzwischen wohl angehaltene) Diskussion zwischen Linguisten auf der einen, und Sprachschützern aus dem Umfeld des Vereins Deutsche Sprache (VDS) auf der anderen Seite im Forum des Sprachpflegevereins hat vor Kurzem Erstaunliches hervor gebracht: Nicht die Anglizismen sind das Böse, sondern die Tatsache, dass sie aus dem Englischen stammen… Nun ist diese Erkenntnis keine wirkliche Überraschung, dass einige Vertreter der Gattung „Sprachschützer“ aber offen dazu stehen dagegen schon.

Nun ist die Frage, ob die Damen und Herren Sprachschützer Konsequenzen aus dieser eingestandenen Erkenntnis ziehen und, statt den Gebrauch von Anglizismen zu verurteilen, lieber dafür sorgen, dass der Gebrauch von Anglizismen unnötig wird. Mein Gefühl sagt mir, sie tun es nicht, weil das wäre ja mit richtiger Arbeit verbunden. Statt dessen lehnt sich der gemeine Sprachschützer lieber im Fernsehsessel, im Bürostuhl oder im Barhocker der Stammkneipe zurück, regt sich über die blöden Sprachpanscher auf und lässt sich sich anhand der Ignoranz der Anglizismenversessenen und den freundlichen Hinweisen der Gesinnungsgenossen über diese davon überzeugen, dass das Deutsche, angefangen bei seiner Sprache, den Bach runter geht.

Hach, das Leben ist so schön einfach…

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